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	<title>aga g. &#187; Lesen</title>
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		<title>Pan Samochodzik und die Rassenkunde</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aga g.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/gesellschaft/pan-samochodzik-und-die-rassenkunde/" title="Pan Samochodzik und die Rassenkunde"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/uploads/yapb_cache/volkswagenschwimmwagen166pansamochodziktemplariusze.anc6si1xdmo0k00swgs08484o.a9sxxja1njksswcs400wcc4cg.th.jpeg" width="180" height="109" alt="Pan Samochodzik und die Rassenkunde" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Zu Weihnachten habe ich einen weiteren Band für meine Buchsammlung Pan Samochodzik i &#8230; erhalten: Wyspa Złoczyńców (frei übersetzt Die Schurkeninsel).
Mr. Automobil
&#8220;Pan Samochodzik i &#8230;&#8221; (frei übersetzt Mr. Automobil) ist eine polnische Jugendbuchserie, deren Titelfigur Herr Tomasz N.N. als Kunsthistoriker und Detektiv historische Rätsel löst und verloren geglaubte Schätze birgt. Dabei steht ihm ein seltsames [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/gesellschaft/pan-samochodzik-und-die-rassenkunde/" title="Pan Samochodzik und die Rassenkunde"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/uploads/yapb_cache/volkswagenschwimmwagen166pansamochodziktemplariusze.anc6si1xdmo0k00swgs08484o.a9sxxja1njksswcs400wcc4cg.th.jpeg" width="180" height="109" alt="Pan Samochodzik und die Rassenkunde" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>Zu Weihnachten habe ich einen weiteren Band für meine Buchsammlung <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pan_Samochodzik">Pan Samochodzik i &#8230;</a> erhalten: Wyspa Złoczyńców <em>(frei übersetzt Die Schurkeninsel)</em>.</p>
<h3>Mr. Automobil</h3>
<p>&#8220;Pan Samochodzik i &#8230;&#8221; <em>(frei übersetzt Mr. Automobil)</em> ist eine polnische Jugendbuchserie, deren Titelfigur Herr Tomasz N.N. als Kunsthistoriker und Detektiv historische Rätsel löst und verloren geglaubte Schätze birgt. Dabei steht ihm ein seltsames Amphibienfahrzeug &#8211; daher der Spitzname &#8211; zur Verfügung. Immer wieder wird er von Jugendlichen bei seinen Abenteuern unterstützt.</p>
<p>Der gelesene Band wurde 1964 das erste Mal veröffentlicht. Neben der üblichen Abenteuergeschichte, die mir wie üblich sehr viel Freude bereitete &#8211; Wilderer, Mörder, Schätze, Banditen &#8211; verfolgt die Handlung auch einige anthropologische Ausgrabungen. Die junge Anthropolgiestudentin lässt sich dabei gerne und ausführlich zu ihrem Lieblingsfachgebiet, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie">Rassenkunde</a>, aus.</p>
<h3>Rassenkunde</h3>
<p>Beim ersten Lesen &#8211; 2010 &#8211; des Wortes <em>Rassenkunde </em>kräuseln sich bei mir die Nackenhaare. Nazi-Propaganda, Kopfvermessungen, pseudowissenschaftliche Abhandlungen, blonde Arier, Judenverfolgung, Massenhinrichtungen, KZs, Gaskammern&#8230;</p>
<p>Das kann es nicht sein! Meine Lieblingsserie befasst sich mit einem so abstoßenden Thema? Wenn ich nur darüber nachdenke, wird mir schlecht.</p>
<p>Die Erwähnung von menschlichen Rassen ist zunächst nebensächlich, ein Interessensgebiet einer der Figuren. In der Hoffnung auf einen &#8220;kleinen&#8221; Faux-Pas lese ich weiter.</p>
<p>Das Thema wird bald umfangreicher ausgeführt: die weiße, gelbe und schwarze menschliche Rasse, Unterrassen, Phänotypen. Dann ein erster Hoffnungsschimmer am Gewissenshorizont: Die Wissenschaftlerin grenzt Rassenkunde und Rassismus voneinander ab.</p>
<blockquote><p><em>Das Wissen um die Ähnlichkeiten und Unterschiede der menschlichen Rassen sei notwendig, um Propaganda enttarnen zu können. Die Nazis hätten ihre schrecklichen Verbrechen damit begründet, aufgrund einer Haar- oder Augenfarbe besser zu sein als andere Menschen. Das hätte nichts mit der Rassenkunde der Wissenschaft zu tun, sondern sei Rassismus. Darüberhinaus sei die Rassendurchmischung so hoch, dass es kaum noch reinrassige Vertreter gäbe. Schließlich sind wir alle Vertreter der Gattung </em>homo sapiens.</p></blockquote>
<h3>Homo sapiens</h3>
<p>Weiter geht es mit der Abstammung des Menschen. Die Faktenlage ist hier gnadenlos veraltet, aber das ist wahrscheinlich der Wissensstand von 1964.</p>
<p>Das Thema Rassenkunde taucht immer wieder im Buch auf, und sorgt bei mir für Magenschmerzen. Zum Schluss betrachte ich es als eine Verirrung des Autors, ohne dass ich ihm eine rassistische Absicht unterstelle. Ein unangenehmer Nachgeschmack, der mein Leseerlebnis trübt, bleibt.</p>
<h3>Wikipedia</h3>
<p>Das Thema lässt mich nicht los. Was sagt das Web des Wissens dazu?</p>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrasse">deutsche Artikel</a> zur Rassenkunde fasst als erstes:</p>
<blockquote><p><em>Rassentheorien (auch Rassenkunde oder Rassenlehre) sind heute überholte Theorien, die die Menschheit in verschiedene „Rassen“ einteilten.</em></p></blockquote>
<p>Der Artikel  geht direkt auf den implizierten Rassismus ein und führt Ergebnisse genetischer Untersuchungen an,  die seit den 1990er Jahren eine Rassentheorie widerlegen. Die genetische Varianz ist innerhalb der Population zu gering, um nach taxonomischen Kriterien von Rassen sprechen zu können.</p>
<blockquote><p>Rasse sei  &#8211; nach Craig Venter &#8211; <em>ein soziales Konstrukt – mehr Ausdruck sozialer Zuordnungen als ein Spiegelbild biologischer Unterschiede.</em></p></blockquote>
<p>Der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Race_%28classification_of_human_beings%29">englische Artikel</a> fängt nüchterner an:</p>
<blockquote><p><em>The term race or racial group usually refers to the categorization of humans&#8230;</em></p></blockquote>
<p>Der Begriff variiert je nach Kultur und Zeit und ist oft aus wissenschaftlichen, sozialen und politischen Gründen kontrovers. Auch hier wird die Unhaltbarkeit des Begriffes im biologischen Sinne aus oben genannten Gründen dargelegt. Allerdings wird auch darauf eingegangen, dass es sich dabei um ein nützliches wissenschaftliches Konzept handeln könnte, dass aus Angst vor Rassismus abgelehnt wird.</p>
<p>Im <a href="http://pl.wikipedia.org/wiki/Rasa_cz%C5%82owieka">polnischen Artikel</a> ist das ganze Thema kontroverser:</p>
<blockquote><p><em>Rasa człowieka &#8211; termin, który zwykle odnosi się do kategoryzacji populacji ludzkich na grupy w zależności od cech dziedzicznych.</em></p>
<p>Sinngemäß: Ein Begriff, der sich mit der Einteilung menschlicher Populationen in Gruppen aufgrund von erblichen Eigenschaften befasst.</p></blockquote>
<p>Nach der Aufstellung der traditionellen Einteilung der menschlichen Rassen wird auf die Kontroverse des Begriffes eingegangen.</p>
<h3>Statistik</h3>
<p>1985 haben von 1200 befragten US-Anthropologen</p>
<ul>
<li>41% der biologischen Anthropologen und</li>
<li>53% der Kulturanthropologen</li>
</ul>
<p>den Begriff Rasse abgelehnt.</p>
<p>1999 waren es</p>
<ul>
<li>69% der biologischen Anthropologen und</li>
<li>80% der Kulturanthropologen</li>
</ul>
<p>Eine ähnliche Befragung 2001 in Polen ergab 21% Anthropologen, die den Begriff ablehnten.</p>
<p>Schon 1964 gehörte dieses Thema nicht in ein Abenteuerbuch für Jugendliche. 2001 hätte ich ein anders Ergebnis erwartet&#8230;</p>
<h3>Wenn der Begriff biologisch/populationsgenetisch nicht haltbar und soziologisch so unfassbar belastet ist, warum hält noch jemand daran fest?</h3>
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		<title>Visuelles Denken auf einer Serviette</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 17:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aga g.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/rezension/visuelles-denken-auf-einer-serviette/" title="Visuelles Denken auf einer Serviette"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/plugins/yet-another-photoblog/YapbThumbnailer.php?post_id=1092&amp;w=180" width="180" height="148" alt="Visuelles Denken auf einer Serviette" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Ich bin nicht so der visuelle Typ.
Das ist meine Lieblingsausrede. Egal ob Präsentation, Softwaredesign, GUI-Anforderungen, Dokumentgestaltung, oder sonst was.
Ich kann&#8217;s nicht. Ich bin nicht so der visuelle Typ. War schon immer so. Im IQ-Test war räumliche Logik immer meine schwächste Seite.
Blah, blah, blah&#8230;
Irgendwann kommt der ShowDown für die übelsten und langatmigsten Ausreden. Dan Roams Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/rezension/visuelles-denken-auf-einer-serviette/" title="Visuelles Denken auf einer Serviette"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/plugins/yet-another-photoblog/YapbThumbnailer.php?post_id=1092&amp;w=180" width="180" height="148" alt="Visuelles Denken auf einer Serviette" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><blockquote><p>Ich bin nicht so der visuelle Typ.</p></blockquote>
<p>Das ist meine Lieblingsausrede. Egal ob Präsentation, <a href="http://aga-g.de/blog/tag/softwaredesign/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with softwaredesign">Softwaredesign</a>, GUI-Anforderungen, Dokumentgestaltung, oder sonst was.</p>
<p>Ich kann&#8217;s nicht. Ich bin nicht so der visuelle Typ. War schon immer so. Im IQ-Test war räumliche Logik immer meine schwächste Seite.</p>
<p>Blah, blah, blah&#8230;</p>
<p>Irgendwann kommt der ShowDown für die übelsten und langatmigsten Ausreden. Dan Roams <a href="http://www.amazon.de/Auf-Serviette-erkl%C3%A4rt-%C3%BCberzeugen-pr%C3%A4sentieren/dp/3868810161">Auf der Serviette erklärt</a> ist das Ende meiner SuperAusrede.</p>
<p>Ganz klar, systematisch und praktisch führt er mich vom Sehen zum Betrachten, dann zum Vorstellen und schließlich zum Zeigen. Und bricht damit mit meinem Lieblingsvorurteil über visuelle und nicht-visuelle-Typen.</p>
<h2>Teil I &#8211; Probleme, Bilder, Wir</h2>
<p>Neben der ausführlichen Beschreibung eines englischen Frühstücks (8!!!) bekomme ich hier die Kurzversion dessen gezeigt, was im Rest des Buches auf mich wartet: sneak peak. Jetzt schon werden meine Äuglein weit: Das kann man alles mit Bildern machen? Mit Smileys? Das wird verdammt spannend!</p>
<h2>Teil II &#8211; Sehen, Betrachten, Vorstellen, Zeigen</h2>
<p>Hier geht&#8217;s richtig ab.</p>
<p>Sehen: Mein Sehmaterial und ich. Alles auf einen Blick.</p>
<p>Betrachten: 6Ws des Betrachtens mit jede Menge Beispielen.</p>
<p>Vorstellen: SQVID ist kein Cephalopod. 5 coole Vorstellungsdimensionen.</p>
<p>Zeigen: 6W * SQVID = Wahnsinn! Ich bin ein Visualisierungsjunkie!</p>
<h2>Teil III &#8211; <a href="http://aga-g.de/blog/tag/praxis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with praxis">Praxis</a>, <a href="http://aga-g.de/blog/tag/praxis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with praxis">Praxis</a>, <a href="http://aga-g.de/blog/tag/praxis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with praxis">Praxis</a></h2>
<p>OK, hier bin ich durchgesegelt, voll und ganz abgehoben. Ständig drehen sich meine Gedanken um irgendwelche Präsentationen, die noch ausstehen; und wie ich die mit 6W und SQVID aufmöbeln kann.</p>
<p>Ich kann immer noch nicht zeichnen. Meine Strichmännchen sehen immer noch sehr krank aus. Und ich hasse PowerPoint. Bloß meine Ausrede mit dem nicht so visuellen Typen ist weg. Ich brauch ne neue&#8230;</p>
<h2>Teil IV &#8211; Reden</h2>
<p>Autsch. Den hätte ich fast vergessen. Wie erkläre ich ein Bild in x Worten. Auch sehr cool und zu Fuß.</p>
<p>Ah ja, und die<a href="http://www.thebackofthenapkin.com/"> Seite von Dan</a> ist auch sehr cool.</p>
<h1>Geht, kauft, zeichnet!</h1>
<p>PS: Nachdem ich durch das Buch gejettet bin, gehe ich jetzt die Schritt-für-Schritt Anleitungen nochmal langsam durch und wende sie auf meine ausstehenden Präsentationen an. Das beflügelt, macht kreativ und wirklich, wirklich produktiv.</p>
<address>Screenshot <a href="http://www.thebackofthenapkin.com/">Dan&#8217;s Seite</a><br />
</address>
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		<title>Iain Levison &#8211; Tiburn</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 17:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aga g.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/rezension/iain-levison-tiburn/" title="Iain Levison &#8211; Tiburn"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/plugins/yet-another-photoblog/YapbThumbnailer.php?post_id=1048&amp;w=180" width="173" height="280" alt="Iain Levison &#8211; Tiburn" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Elias, Verzweiflung in Mittemäßigkeit.
Dixon, Systemkritik ist tödlich.
Denise, Schwänze oder Pot.
Die reine und beängstigende Wahrheit über das Leben. Ein sehr feines Buch.
Geht lesen

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			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/rezension/iain-levison-tiburn/" title="Iain Levison &#8211; Tiburn"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/plugins/yet-another-photoblog/YapbThumbnailer.php?post_id=1048&amp;w=180" width="173" height="280" alt="Iain Levison &#8211; Tiburn" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p><a href="http://aga-g.de/blog/tag/elias/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with elias">Elias</a>, Verzweiflung in Mittemäßigkeit.</p>
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<p>Denise, Schwänze oder Pot.</p>
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		<title>Patrick Redmond: Der Musterknabe</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 06:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aga g.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align:center;"></p>


<p style="text-align:left;">"Ein Page-Turner mit Gänsehaut-Effekt."
Daily Mail
</p><p style="text-align:left;">"Das Wunschspiel" - Redmonds Roman über eine pathologische Freundschaft zweier Jungen in einem englischen Internat - hatte ich innerhalb von wenigen Tagen verschlungen und war anschließend absolut angetan</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://aga-g.de/blog/rezension/patrick-redmond-der-musterknabe/" title="Patrick Redmond: Der Musterknabe"><img src="http://aga-g.de/blog/wp-content/plugins/yet-another-photoblog/YapbThumbnailer.php?post_id=519&amp;w=180" width="180" height="180" alt="Patrick Redmond: Der Musterknabe" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p style="text-align:center;">
<blockquote>
<p style="text-align:left;">&#8220;Ein Page-Turner mit Gänsehaut-Effekt.&#8221;<br />
<em>Daily Mail</em></p></blockquote>
<p style="text-align:left;">&#8220;Das Wunschspiel&#8221; &#8211; Redmonds <a href="http://aga-g.de/blog/tag/roman/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with roman">Roman</a> über eine <strong>pathologische Freundschaft zweier Jungen in einem englischen Internat</strong> &#8211; hatte ich innerhalb von wenigen Tagen verschlungen und war anschließend absolut angetan: Gänsehaut, Spannung und eine fantastische Charakterstudie.</p>
<p style="text-align:left;">Auch &#8220;Den Musterknaben&#8221; hatte ich <a href="http://aga-g.de/blog/tag/recht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with recht">recht</a> schnell durchgelesen. <strong>Begeistert bin ich von diesem Buch allerdings nicht</strong>.</p>
<p style="text-align:left;">Der <a href="http://aga-g.de/blog/tag/roman/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with roman">Roman</a> schildert zunächst das Heranwachsen von <strong>Ronnie Sidney</strong> und <strong>Susan Ramsey</strong>. Die beiden wissen nichts voneinander. Was sie aber eint, sind die <strong>Demütigungen</strong>, der <strong>Hass </strong>und der <strong>Missbrauch</strong>, dem sie ausgesetzt sind.</p>
<p style="text-align:left;">Beide halten all dies nur durch ihre <strong>innere Stärke</strong> durch. Beide wachsen in einer Atmosphäre von Abscheu und Verzweiflung auf. Der Autor versteht es, die Schicksale der beiden <strong>langsam parallel zu entwickeln</strong> und auf das Zusammentreffen der beiden hin zu arbeiten.</p>
<p style="text-align:left;">Als die beiden sich <strong>das erste Mal treffen</strong>, erkennen sie in dem jeweils anderen einen <strong>Seelenverwandten</strong>: Einen Menschen, der versteht, was in ihnen vor geht. Einen Menschen dem sie sich anvertrauen können.</p>
<p style="text-align:left;">Die Geschehnisse spitzen sich zu: Die beiden schreiten <strong>aus Verzweiflung zu einer folgenschweren Tat</strong>. Obwohl ihr Verbrechen sie befreien und die gemeinsamen Geständnisse näher zusammenbringen sollten, stellt sich schließlich heraus, dass einer von den beiden ein <strong>viel dunkleres Geheimnis zu verbergen hat</strong>.</p>
<p style="text-align:left;">Soweit zum Inhalt, der zunächst Lust auf mehr machte. Das Buch scheitert aber leider an drei Stellen.</p>
<p style="text-align:left;">Das <strong>Tempo</strong>, mit dem das Heranwachsen der beiden erzählt wird, <strong>zieht sich ungemein</strong>. Zudem ist dieser Teil des Buches voll von <strong>Belanglosigkeiten</strong>, die alle aber so konstruiert sind, dass sie eine Vorahnung auf das noch Kommende geben sollen. Konstruktion ist Teil des literarischen Handwerks, irgendwann wirkt sie aber zu sehr nach Lego. Für einen guten <a href="http://aga-g.de/blog/tag/roman/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with roman">Roman</a>, reicht es nicht, den <strong>Werkzeugkasten </strong>und die <strong>Bausteine </strong>des erfolgreichen Vorgängers zu nehmen, alles ein bisschen zu schütteln und fertig ist der nächste Bestseller.</p>
<p style="text-align:left;">All das wäre zu verkraften, wenn sich dieser Teil des Romans nicht auf <strong>ca. 70% des gesamten Buches</strong> erstrecken würde. Irgendwann hat man genug über die grausame Kindheit der beiden Protagonisten gelesen und fragt sich, was denn nun die angekündigten, <strong>ach so furchtbaren Folgen</strong> sein sollen. Denn nichts an ihrer Kindheit lässt deren Zukunft vorausahnen.</p>
<p style="text-align:left;">Haben die beiden sich aber <strong>endlich getroffen</strong>, schlägt das Schicksal böse zu und sie schreiten zur Tat. Nachdem der Autor schon einen &#8216;<strong>deus ex machina</strong>&#8216; einsetzen muss, um das Verbrechen der beiden zu motivieren, zieht er noch ein weiteres <strong>Kaninchen aus dem Zauberhut</strong>: In einer Rückschau zeigt er endlich, was einer der Protagonisten in einer vorher ausgeblendeten Passage furchtbares angestellt hat, und nutzt das als <strong>pseudopsychologische Begründung</strong> für die Geschehnisse am Buchende.</p>
<p style="text-align:left;">Und auch hier <strong>wirkt alles fürchterlich konstruiert</strong>. Ja, sicher, alles das wäre möglich und lässt sich irgendwie nachvollziehen. Bloß: Handlungsmotivationen von Figuren lassen sich nur so weit psychologisch erklären. Entweder sind sie menschlicher, und damit auch insgesamt unvorhersehbarer oder aber in sich logischer und mit etwas weniger Effekthascherei.</p>
<h2 style="text-align:left;">Mein Fazit: &#8220;Das Wunschspiel&#8221; war genial, der Nachfolger hier ist leider nur mittelmäßig.</h2>
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